Fukushima – sieben Jahre danach

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Der 11. März 2011 versetzte Japan in einen Ausnahmezustand, der bis heute anhält. Die Katastrophe von Fukushima forderte mindestens 18.000 Menschenleben. Radioaktive Verseuchung zwang 160.000 Japaner, ihre Häuser zu verlassen. Fukushima wurde zum Weckruf für das Land. Dennoch kehren seit März vergangenen Jahres die ersten Menschen in ihre Häuser zurück - nicht ganz freiwillig, denn die Japanische Regierung bietet denen, die zurückkommen. großzügige finanzielle Unterstützung.

Trotz Japans groß angelegten Säuberungsaktionen und zahlreiche Dekontaminierungsbemühungen sind viele Menschen beunruhigt. Die Strahlenbelastung ist weiterhin hoch und liegt über dem Grenzwert, den die japanischen Behörden als vertretbare Höchstbelastung festgelegt haben. Dazu kommt das Problem des strahlenden Mülls. Es bleibt weiterhin ungelöst. Mehrere Millionen Tonnen Plastiksäcke mit Millionen Kubikmetern abgetragener kontaminierter Erde, insgesamt 8,4 Millionen Kubikmeter radioaktiver Abfall, werden auf gigantischen Flächen gesammelt - hinter Schulen, im Wald oder am Wegesrand. Von Sicherheit kann keine Rede sein.

Die Katastrophe von Fukushima hat deutlich gemacht, dass nukleare Energie nicht zu kontrollieren ist. Sie stellt eine große Gefahr für Menschen und Umwelt dar. Greenpeace fordert daher seit Jahren den Ausstieg aus der Atomkraft. Deutschland hat sich dem inzwischen angenommen und sich verpflichtet, bis 2022 alle Atomkraftwerke abzuschlaten. Auch Japan braucht eine Enwergiewende!

 

 

Weiterführende Links

REPORT: Refelctions in Fukushima – Die Folgen des Atomunfalls in Fukushima sieben Jahre danach
REPORT: Unequal impact – Menschenrechtsverletzungen bei Frauen und Kindern nach dem Atomunfall im Kraftwerk Fukushima Daiichi.

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