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Gerechtigkeit, Verantwortung, Menschlichkeit

Greenpeace ist eine international arbeitende Nichtregierungs-Organisation, die sich seit fast 40 Jahren mit gewaltfreien Aktionen für den Erhalt unserer Umwelt einsetzt. Mit diesem Engagement will Greenpeace nicht allein für Wale und Bäume Sprachrohr sein. Zerstörung von Natur trifft immer auch den Menschen. In Indonesien wüteten 2015 schwere Waldbrände. Der toxische Rauch und Smog führten zu geschätzte 100.000 frühzeitige Todesfälle in Südostasien. Ursache dafür die Rodung von Wälder und Trockenlegung von Mooren, um Palmöl-Plantagen anzulegen. Dreckige Luft tötet auch in Deutschland: Aufgrund von Stickoxid-Abgasen, wie sie Dieselautos verursachen, sind jährlich in Deutschland mehr als 10.000 frühzeitige Todesfälle zu beklagen – umgerechnet ein Menschenleben in weniger als einer Stunde. Jedes Jahr werden weltweit rund 80 Milliarden Kleidungsstücke produziert. Ein riesiger Markt, der die Ressourcen unseres Planeten strapaziert und Arbeitsrechte und Umweltschutz mit Füßen tritt. So setzt die Textilindustrie bei der Herstellung von Jeans, Shirts und Co. massiv gesundheits- und umweltgefährdende Chemie ein. Die Abwässer aus den Fabriken vergiften in den Produktionsländern vor allem in Asien und Mittelamerika Flüsse und Trinkwasser. Coltan steckt in Smartphones und anderen elektronischen Geräten. Die Gewinnung dieser sog. seltenen Erde bedroht den Gorilla-Bestand in der Demokratischen Republik Kongo, weil die Arbeiter in den entlegenen, oft illegalen Minen die Tiere als Nahrungsquelle jagen. In den gefährlichen Minen arbeiten auch Kinder, die kaum älter als acht Jahre sind . Abgesehen von Arbeitsunfälle sind Minenarbeiter*innen durch den Umgang mit toxischen Substanzen hohe Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Die drastischen Menschenrechtsverletzungen, die die Ausbeutung natürlicher Ressourcen häufig mit sich bringt, konzentrieren sich meist auf die Länder der südlichen Hemisphäre. Diese sind zwar reich an Natur und Bodenschätzen, deren Bewohner dennoch häufig bitterarm und entrechtet. Die Ausstellung soll verdeutlichen, wie wir – in Deutschland und in anderen Industrienationen – mit unserem Konsumverhalten und unserer Unwissenheit und mangelnder Empathie einen Teil zur Zerstörung von Natur und Lebensgrundlagen unserer Mitmenschen beitragen. Vor allem möchte sie jedoch zeigen, dass wir in einer enger zusammenwachsenden Welt ebenso ein Teil der Lösung sein können.

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